#274: Vespa

Rot ist ja nicht meine Lieblingsfarbe, aber seitdem ich ein rotes Puch-Fahrrad fahre, bin ich ja sowas wie der rote Blitz Transdanubiens und mit meiner roten Vespa LX50 mit rotem Kennzeichen kaum noch aufzuhalten.

Ich weiß, ich weiß, ein rotes Kennzeichen ist jetzt nicht unbedingt für einen Geschwindigkeitsrausch bekannt, aber was will ich in der Stadt schon grossartig schneller als 50 km/h fahren? Es reicht mir schon mich auf mein italienisches Lebensgefühl zu setzen, um dann von A nach B zu kommen. Somit die mit dem Dauergrinsen im Gesicht, die bin ich.

Ich bin ja schon seit meiner Kindheit ein Roller-Fan, als mein Papa noch eine Bonnie, dann eine Vespa, eine andere und zu guter Letzt eine Malagutti fuhr. Sonntags durfte ich dann mitfahren mit zwei Kübeln in der Hand, Schwämmen und Politur, um beim Hydranten das Gefährt auf Hochglanz zu bringen. Mitzufahren war immer ein Stückchen Freiheit für mich. Und diese Freiheit fühle ich auch heute noch, obwohl doch gänzlich irrational. Gerade deshalb hat sich mit meiner Vespa ein Traum realisiert, indem sie mir ein Stück Freiheit in dieser organisierten, strukturierten und doch chaotischen Welt gibt.

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