#194: Lieder

Eines der Lieblingslieder meiner Kinder ist von Adel Tawil Lieder. Mein 4jähriger kann den Text frei mitsingen und wenn er könnte, wie er wollte, dann würde dieses Lied neben Motorboot von KGB und dieser Tag fährt Strassenbahn (und leider auch Stern des Südens – dies liegt leider nicht in meinem Einflussbereich) in Dauerschleife durchlaufen. Das Faszinierende an diesem Lied ist aber nicht nur, dass es meine Kinder lieben, sondern auch das, was es in mir persönlich auslöst.

Zu Beginn ging es mir vor allem darum, was ich alles darin erkenne an Liedern (eh alle), aber dann folgt unweigerlich die Auseinandersetzung mit den Lieder, den Interpreten und den Erinnerungen daran. Für mich geht es hier weniger um die Bedeutung der einzelnen Lieder, sondern um diese Zeit in der diese Lieder so wichtig waren. Nirvana, David Bowie, U2 aber auch Whitney Houston oder Michael Jackson. Aber in Wirklichkeit gab es da noch vieles mehr. Ich weiß noch, wie viele meiner Schulfreundinnen Poster über Poster von NKTOB gesammelt haben. Die Bravo, die uns nicht nur aufgeklärt hat, sondern auch in die Un-tiefen der Stars einführte. Die Foto Love-storys, die in Text und Bild mehr als einfach und trotzdem „romantisch“ waren.

Die Briefchen zwischen uns Freundinnen und dem Schwarm, der mit einem gehen wollte. Angekreuzt wurde ja zumeist der Platz zwischen Ja und Nein. Das erste Mal weggehen, um vor dem P1 zu stehen und sich nicht sicher zu sein, ob man hinein kommt, weil man eben noch nicht ganz 16 ist. All‘ diese Momente und noch viele mehr liegen für mich in diesem Lied und lassen mich diese Zeit wieder erinnern, mit Ich singe diese Lieder, tanz mit Tränen in den Augen …

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