Archiv der Kategorie: Kinder

#279: ein Sommer wie keiner

Manchmal fällt einem erst im Nachhinein auf, wie sich etwas langsam und schleichend verändert hat. Mein Sommer war so ein Fall. Eigentlich hat alles ganz normal angefangen mit Pfadfinderlager und Kindergarten. Meinen Recherchen für meine wissenschaftlichen Arbeiten und Projekte. Außerdem stand ganz groß am Plan mein Büro und meinen Rückzugsort herzurichten, umzubauen und renovieren.

Womit ich jedoch nicht gerechnet habe, ist die Unzuverlässigkeit mancher Handwerker, die schon teilweise unzumutbar war. Die ersten Tischler habe ich dann nach 2 Wochen meinen Räumlichkeiten verwiesen, nicht nur weil die geleistete Arbeit nicht als Arbeit zu bezeichnen war (selbst der Tischler danach schüttelte ungläubig den Kopf), sondern auch weil in guten Verstecken Jägermeister und Co gesammelt wurden. Diese Abhängigkeit ist nervenaufreibend und zeitintensiv. Aber trotzdem auch da beißt man sich durch und lässt sich nicht unterkriegen. Und langsam nimmt mein zweites Zuhause auch Formen an. Das bei einem Umbau und Renovierungen nicht immer alles glatt läuft, damit rechne ich ja sowieso. Wenn man zum Beispiel ein nicht angeschlossenen Kabel im Kloschacht vorfindet. Oder sich ein einzuziehendes Kabel nicht mehr weiterbewegt, weder vor noch zurück. Beim Ausmalen nicht nur die Farbe herunterkommt sondern gleich der ganze Verputz. Und über das Putzen will ich gar nicht reden. Aber es wird.

Man ist aber nicht nur abhängig von Handwerkern, sondern leider auch viel zu oft von der Meinung und Äußerungen von anderen. Dieses Vertrauen in sich selbst, Fehler machen zu dürfen. Oder auch Grenzen zu setzen, ohne Angst haben zum müssen, dass man weniger gemocht, wert oder was auch immer wird. Dieses Wissen geht einfach manchmal unter, unter im Alltag mit den Kleinigkeit und Großartigkeiten der Probleme und Herausforderungen.
Diese Stärke müssen wir uns manchmal wieder erkämpfen, wie es meine Freund J. bewundernswert gerade gemacht hat. Diese Stärke tragen wir in uns. Aber ich habe auch wunderbare Menschen um mich herum, die mir diesen Tritt in den Arsch mal verpassen. Oder mich in den Arm nehmen.

Und ich habe meine zwei Kinder. Jede/r einzigartig in ihrer Art und Weise. Die mich (noch – gsd) brauchen und mir diese Liebe mal mehr oder weniger oder auch sehr verquert zeigen. Und am schönsten ist es, wenn wir alle gemeinsam lautstark, laut-falsch im Auto „We are the Champions“ singen.

#278: die fast lässige Schulwoche

Während auf der einen Seite jetzt meine letzte erste Schulwoche startete, begann auch unsere „ich-bin-cool-bald-ein-Teenager-lässig“ Schulwoche. Im zweiten Gymnasium weiß man, was einem erwartet. Da ist es wichtig für die Prinzessin in welchem Stock die Klasse ist, damit man (Mädchen) nicht so weit laufen muss. Am zweiten Tag werden dann schon alle Sachen mitgeschleppt (Mama, führst du mich bittttteeeee, weil das ist sooooo schwer), damit der Spind eingeräumt werden kann.

Überhaupt ist der Quasi-Teenager schon viel abgeklärter (zumindest tun wir mal so) und erklärt uns, wann sie was wie wo machen will, um dann am Abend kuschelnd auf der Couch neben mir zu liegen. Wenigstens eins blieb gleich, unser Schulanfangs-Jahresbesuch im Lorenz Böhler Unfallkrankenhaus. Fast pünktlich wurde wieder im Turnunterricht das Sprunggelenk sich gezerrt. Als sie nicht-auftretend mit Faltenrock vor die Ärztin trat und diese ihr sehr direkt mitteilte, dass sie bitte soweit als möglich auf der Ferse gehen solle (und nicht auf einem Bein springend, hinterherschleifend …), bekamen wir anschliessend eine Turnbefreiung und einen Strumpf und beendeten so unsere erste Schulwoche auf schon fast alt-bekannte Art und Weise.

#277: meine letzte erste Woche

Letzten Montag hatte ich meinen letzten ersten Schultag. So wie ich diesen Sommer das letzte Mal im Kindergarten war. Und eigentlich ist es mir auch da bewusst geworden, dass ich (wir) einen Abschnitt beenden und einen Neuen beginnen. Mein kleiner großer Rabauke geht in die erste Klasse Volksschule und das ist oder besser war ein aufregendes und auch beängstigendes Gefühl. Was wenn … Wenn was? Sicher ausschlaggebend für meine Aufregung war die Tatsache, dass ich meinen Sohn voreingeschult habe.
Und ich muss und will das auch gar nicht rechtfertigen, weil es schon die richtige Entscheidung war. Ich sehe es täglich wenn der kleine Große in die Schule läuft, mir von seinen zwei neuen Freunden erzählt. Davon berichtet, dass es da einen wirklich schlimmen Buben gibt und heute seinen Turnbeutel packt, weil er beim Fussballtraining der Miniliga schnuppern darf.

Die erste Woche ist vorüber und es kommen noch sehr sehr viele in seinem und meinem Leben. Sie ist gut gestartet und das bleibt, ganz gleich was.

#276: Reisebericht: Kroatien

Jetzt war ich heuer erstmals so richtig in Kroatien urlauben. Eigentlich fast unglaublich, vor allem, wenn man meinem familiären Background kennt oder weiß, dass ich beruflich am Balkan tätig war. Aber heuer war es dann so weit und unsere erste Station war die Insel Rab, da eine liebe Freundin dort ihr Zweitdomizil hat. Was mich sehr überrascht hat, war die relativ schnelle und unkomplizierte Anreise. Da ich relativ viel auf den Balkan fahre (früher beruflich, heute privat) versuche ich immer anti-zyklisch zu fahren und somit konnten wir Rab in guten 6 Stunden 20 erreichen. Auch Pula in Istrien über Koper sind wir anti-zyklisch angefahren (Fr – Do) und waren in ein bisschen über 6 Stunden dort.

Rab ist eine wunderschöne Insel, wenn man von der Fähre auf die Insel fährt, hat man den Eindruck in der Filmkulisse eines Western gelandet zu sein, da die Landschaft sehr karg wirkt. Wobei dieser Eindruck trügt, fährt man ins Innere sind vor allem die Buchten mit wunderschönen Pinienwäldern begrünt. Was uns besonders gut gefallen hat, war die Möglichkeit mit einem Wassertaxi von der Stadt Rab aus zum Frnjak (wenn ich es richtig im Kopf noch habe) zu fahren. Eine kleine Bucht mit viel Schatten und wenig Menschen (zumindest Mitte Juli) und einem traumhaften Meer. Die Badeschlapfen, die ich meinen zwei Kindern gekauft habe, wurden nur von der Prinzessin getragen. Seinem Motto treubleibend „was mich nicht zerstört, macht mich härter“ hat der Bub von jeglicher Fussbekleidung abgesehen (auch später in Istrien). Ich bin zwar mit meinen Flip Flops am Steinstrand herumgelaufen, aber ins Meer ging es dann auch ohne, weil weder die Steine so spitz waren noch die Seeigeln – vor denen man uns gewarnt hat – auffindbar waren. Ich habe selten so ein schönes türkisblaues und sauberes Meer gesehen.

Wobei in Medulin 3 Wochen später in Istrien war nichts mehr von einem türkisblauen Meer erkennbar, was wohl an dem Sandstrand liegt, der elendiglich lange auch ins Meer führt. Das Schwimmen und Schnorcheln ist dort nur bedingt lustig. Außerdem sind wir dort wie die Sardinen Liege an Liege gelegen und das für stolze 18 Euro.
Und wenn wir schon bei den Stränden sind in Pula waren wir auf Verudela und Premantura (einem Naturschutzgebiet). Verudela war ähnlich Medulin ziemlich überlaufen und selbst die Steinplatten mit Handtüchern und Matten übersät. Dafür schon ein schöneres Wasser, wahrscheinlich hätte man noch tiefer hinein gehen sollen, zumindest war das unser Eindruck beim Spaziergang.

Premantura ist ein wunderschönes Naturschutzgebiet, welches so groß ist, dass sich die Menschenmassen einfach verlaufen und man wirklich Fleckchen finden kann, die man in aller Ruhe belegen kann (falls nicht Nudisten kommen, die nackt rülpsend und furzend neben einem Snacken wollen). Ich war mit meiner Prinzessin Tandem-Kajak fahren, eine anstrengende aber lohnende Erfahrung. Wir haben die Fußspuren der Dinos entdeckt (mehr mein Jr. als ich). Und viel zu wenig dieses Gebiet erkundet.

Was man für den Strand braucht? Matten, die so aussehen wie die Sitzauflagen der Altherren- und Damen Liegestühle und am besten kauft man sie im hiesigen Supermarkt. Weil an den Standerln auf den Ständen zahlt man das doppelte mehr! Wir hatten unsere Ikea Soft-Kühltasche mit, da wir im Apartment immer die Kühlakkus frieren konnten und somit waren wir immer mit kalten Wasser und auch mal Prosecco ausgestattet. Es war so heiß, dass wir uns hauptsächlich von Wassermelonen, Gurken, Brot oder Burek ernährt haben.

Essen … und Trinken. In Rab gibt es in der Altstadt gute Restaurants und in Barbat geht man gerne zum Franjo. Aber wirklich glücklich bezüglich Essen bin ich in Pula geworden. Besten Cevapcici: Kod Kadre, sie schmecken wie bei meiner Baba mit dem richtigen Brot und viel Zwiebeln. Bester Fisch: Salt&Pepper in Medulin, welche auf dem Kohlegriller frisch gegrillt werden. Eine Fischplatte für Zwei, daran würden alle Damen meiner Mädelsrunde essen können und nicht hungrig heimgehen. Bestes Fleisch: Konoba (Art Heuriger) Medeja. Eine junge Frau, die dieses Lokal betreibt mit hochwertigsten Zutaten und prämierten Olivenöl.

Alles in Allem ein gelungener Einstieg für uns Kroatien-Neulinge.

#275: Stammgast

Gestern haben wir in kleinem Kreise (Freunde, Familie, Kinder) über die kleinen und großen Verletzungen unserer Kindheit sinniert und haben dabei festgestellt, dass mein Bruder mir würdigst nachgefolgt ist. Ich erinnere mich, dass ich bis heute kein Kind kenne, dass so viele blaue Flecken auf seinen Beinen hatte, wie er. Er erinnert sich dafür daran, dass ich mit Vorliebe auf diese dann gedrückt habe mit der Frage „Tut’s weh?“. Unsere Mama wiederum erinnert sich daran, dass sie ständig mit einem von uns beiden bei irgendeinem Arzt oder in einem Krankenhaus war. Löcher in Knie, Löcher im Kopf, am Kinn, Splitter in den Füssen und zerschnittene Hände …

Mein persönliches Highlight als Kind war jedoch das Duell zwischen der Hauskatze von Stiege 5 und mir. Nachdem ich bei Daktari gesehen hatte, dass wenn man einer Wildkatze (Tiger, Löwe …) begegnet sie einfach anstarren soll, um ihr zu zeigen, wer der Stärkere ist, dachte ich, dass ich diese Methode durchaus auch bei einer Miezekatze ausprobieren könnte. Vielleicht war die unmittelbare Nähe (20 – 30 cm) zu Nahe oder mein stechender Blick zu bedrohlich, die Katze wehrte sich und pratzelte mit ausgefahrenen Nägeln in mein Gesicht und ein paar Zentimeter unter meinem rechten Auge. Es folgte ein Arztbesuch und eine Auffrischung meiner Tetanusimpfung.
Heute verstehe ich, dass in Kindersendungen ständig darauf hingewiesen wird, solche Dinge nicht nachzumachen. Wobei, ob mich das wirklich aufgehalten hätte?

Diese Erinnerungen machen es jedoch nicht leichter, wenn man Prinz und Prinzessin zu Hause hat, die eine ähnliche Tendenz zum Stammgastsein aufweisen. Im Lorenz Böhler kennen sie uns schon, keine Hand, Fuss oder Kopf, die noch nicht geröntgt wurden.

Mein persönliches Highlight als Mutter lieferte mein Kamikaze-Sohn mit 10 Monaten, als er stehend vom Fensterbrett (er bewegte sich noch auf allen Vieren am BODEN), welches er über eine Couch und dessen Armlehne (!) erreichen konnte, mit einer Hand winkend, weil mit der anderen Hand hielt er sich am Fenstergriff fest, Mama rief. Nur die erste Sekunde – ein richtiges Wort von ihm zu hören – erfüllte mich mit Freude, der Rest lief in einer gefühlten Zeitspanne von Stunden ab, um ihn mit aller Ruhe vom Fensterbrett zu heben.

Von wem er das bloß hat?

#273: Listen

Ich will es nicht einsehen, aber ich werde alt. Ich weiß das. Auch wenn ich es nicht so fühle.

Meine erste Midlife-Crisis bekam ich ja mit 25 Jahren. Und zwar genau am Tag meines Geburtstages. An dem Tag sollte ich mit Freunden in einen Club Danube Fussball oder Squash spielen gehen. So ganz genau, kann ich das nicht mehr sagen (Altersvergesslichkeit?). Und ich lag irgendwann vor diesem Spiel auf meinem Bett und heulte. Und ich heulte so richtig aus purer Verzweiflung, denn ich wurde alt und das wurde mir einfach bewusst.

Natürlich kann man sich denken, dass man mit 25 Jahren noch weit davon entfernt ist, alt zu sein oder zu werden. Aber ganz ehrlich mit 25 begann ein Abschnitt für mich, der gleichbedeutend damit war, dass ich Erwachsen werden musste. Mit 25 Jahren ist man ein Vierteljahrhundert alt, was gleichbedeutend damit ist, dass man einfach mal noch so 2 – 3 1/4 Jahrhunderte hätte und dann wäre es vorbei. Und auch nur im besten Falle. Und in dieser relativ kurzen Zeit hat man wirklich viel zu erledigen. Job und zwar ein guter, gescheiter und vor allem gut bezahlter. Familie, Kinder – wenn man das will oder kann – zu gründen und bekommen. Wohnsituationen entsprechend meistern und einen Großteil der Welt erkunden. Und dafür alleine hat man in Wirklichkeit wieder nur 1/4 Jahrhundert Zeit, weil ab 50 will man nicht noch immer schuften und tun und lassen. So zumindest stellte ich mir das mit 25 Jahren vor. Also meiner Meinung nach, Grund genug um weinen zu dürfen. Weil ganz ehrlich, was hatte ich bis damals geschafft? Matura und arbeiten und ein bisschen Spaß haben (definitiv zu wenig aus damaliger Sicht). Mein Studium war damals noch nicht abgeschlossen, dafür war ich jobmässig wirklich gut unterwegs (Etat Direktor einer Werbeagentur). Kinder und seriös werden, davon war ich meilenweit entfernt.

Abseits dieser Probleme von, was noch wie zu schaffen wäre, war das wirklich größte Problem: Ich würde erwachsen werden müssen. Auch wenn manche jetzt lachen oder das nicht ernst nehmen können. Damals, wie auch heute (teilweise) ist das ein Thema für mich. Ich glaube ja persönlich, dass ich diese Herausforderung ganz gut gemeistert habe. Und trotzdem gibt es so Listen, die es zu erfüllen gibt, die einem das innere Kind als Hausaufgabe mitgegeben hat. Und meine rote Vespa ist jetzt die, die so ein wunderbar glückliches Kind mit sich führt und dabei ständig an Adriano Celentano denken muss.

#265: Seite der Kinder

2012 habe ich einen Brief geschrieben, der meine Sicht auf eine Familiensituation wiedergeben sollte. Damals bat mich F., dass ich ihn unterstützen solle, da seine damalige Frau bei Gericht ihm mehr als nur „Steine“ im Scheidungsstreit in den Weg gelegt hatte. Heute habe ich mir diesen Brief wieder durchgelesen, da durch einen Todesfall in der Familie wieder alles hochgekommen ist. Und damals wie heute, stehe ich zu dem, was ich geschrieben habe. Der Vater liebt/e seine Kinder – beide – aber vor allem seine Tochter war eigentlich immer das „Papa-Mädchen“. Auch wenn also die Beziehung zwischen den Beiden zerbrochen ist, so haben doch die Kinder ein Anrecht auf ihren Vater, vor allem, wenn er an deren Leben aktiv teilnehmen möchte. Sollte das nicht immer das oberste Ziel von Mutter und Vater sein? Aber Hass ist nur darauf ausgerichtet zu zerstören, gleich wem es noch umliegend trifft.

In meinem Brief stand auch, dass der F. mit Schuld trägt am Scheitern der Ehe, ein Ignorieren und Wegschauen in einer Beziehung ist einfach zu wenig. Aber für seine Kinder wollte er da sein, will er lieben, liebt er … Heute, drei Jahre später, kommt nur der Bub zu ihm und lacht und ist glücklich. Während das Mädchen in ihm den Erzfeind sieht, geimpft durch die Mutter. Er fragt auch, ob ich glaube, dass seine S. irgendwann mal mit ihm reden wird. Und er glaubt selbst nicht daran. Aber Kinder werden erwachsen und lösen sich von den Meinungen ihrer Eltern und hinterfragen. Und das hoffe ich auch für S., weil ich mich daran erinnere, wie sie bei den Großeltern immer bei ihrem Papa saß. Weil ich mich daran erinnere, wie er ihr das Trompetenspielen näher gebracht hat. Weil ich mich daran erinnere, …

Es geht um das Wohl der Kinder und schlussendlich bin ich auf deren Seite gestanden.

#260: Angelos Mama

Ich habe heute meinen Sohn mit Antschelos Mama Bekanntschaft schliessen lassen. Nachdem er auf dem Spielplatz den Drehreifen erobert hatte, dem Ersten der drei Kinder teilte er noch mit, dass er jetzt hier mit seinen Freunden spielen will, das zweite Mädchen schubste er, wie auch den Burschen Nummer 3, der zumindest gleichaltrig und kräftiger war. Das Mädchen war ziemlich resolut und lief gleich mit ihrem Anhang zu den Mamas, die in Rudelbildung sich aufmachten, um …

Um was zu tun? Das fragte nicht nur ich mich. Leider haben uns – wir waren mehrere Frauen – weder mein Junior noch seine Freunde gesagt, was die Ruderleiberl-Damen ihnen mitteilten. Aber es dürfte nicht angenehm gewesen sein und das war die Erfahrung wert. Man(n) muss sich seinen Konsequenzen stellen. Natürlich wäre ich eingeschritten oder mit ihm weggelaufen (hihihi), wenn ich das Gefühl gehabt hätte, dass Mrs. Sumo die Burschen plattwalzen hätte wollen oder Mrs. Neon, die so aussah, als könnte sie Bierflaschen mit den Zähnen öffnen, zu Nahe gekommen wäre, aber das sind ja Gott sei Dank nur meine Bilder im Kopf …

Und fast hätte ich vergessen, natürlich bin ich noch vor den anderen Müttern zu meinem Sohn gegangen, um ihm zu erklären, dass der Spielplatz für alle ist und er nicht einfach jemanden schubsen darf.

#246: Sizilien und ich – das Glas muss halb voll sein

… weil ich gar nicht fliegen darf! Nach der letzten Nacht, sie begann um 1:45 und dauerte gefühlt eine halbe Stunde, dachte ich, na dann soll es wohl nicht sein und habe mich innerlich auf eine Rückreise vorbereitet, aber das war auch noch vor dem Telefonat mit unserem besten Kinderarzt (auf Kassa), der mich seelisch darauf vorbereitete, dass ich nicht fliegen darf und soll. Ansteckung, Belastung usw. usf., er mir aber noch ein paar Tipps gab, was ich den tun konnte, damit es dem Pustel neben mir besser geht.

Inotyol zum Beispiel, was ich immer mithabe, kann ich auf die Pusteln schmieren, damit sie schneller austrocknen. Antihistaminikum bekomme ich ja auch so und eben durchhalten mit Mexalen, Parkemed oder Neureflex.

Großartig ist auch unsere WhatsApp Gruppe „Kindergruppe“, wo die Mamas und ehemalige Mamas aus dem Haus mit ihren Erfahrungsschatz und vor allem Aufmunterungen Unterstützung anbieten. Fahre auch heute in eine Erborista, ja hier gibt es neben Apotheken spezielle Geschäfte für Kräuter, um mir eine weiße Heilerde (Tipp von S.) und Globuli D12 (Tipp von E.) zu holen, wenn das alle dann nichts mehr hilft, dann trinke ich eine Cola Zero und hoffe auf den Helikopter, der uns dann heim bringt 😉 (die Phantasien könnten am Schlafmangel liegen).

Ich sehe das Glas halb voll, bleibt mir ja auch gar nichts anderes übrig!

#230: Biete Selbsthilfegruppen an

Und zwar für die gemeinsten, hinterlistigsten Lebenszerstörer dieser Welt, egal ob du Diktator oder Elternteil bist, irgendwann ereilt dich der Ruf furchtbar zu sein.

Meist beginnt es mit geseufzten und gequälten „Du bist soooo gemein.“. Leider hat meine Prinzessin niemals das Faktum akzeptieren können, dass ich schon bei Ihrer Geburt unterschreiben musste, zu meinen Lebzeiten gemein zu sein. Anscheinend gab es – zumindest für sie – da draußen Eltern, die NIE gemein waren und sind. Nur mir ist das ein Rätsel, wie schafft man das?

Ich gebe es auch zu, ich bin manchmal ur gerne gemein! Natürlich nicht im Sinne, wie es jetzt durch den Artikel in der Presse kommuniziert wurde, sondern vielmehr im Sinne „so ist das Leben, du kannst nicht alles haben“.

Wobei es gab jetzt schon lange keinen tatsächlichen Anlassfall, was aber Potential für Weihnachten und Co exponentiell steigert.

Also wer dringend davor oder danach eine Gruppentherapie benötigt, einfach melden …