#131: sind wir unglücklich?

http://www.huffingtonpost.com/wait-but-why/generation-y-unhappy_b_3930620.html

Im Artikel der Huffingtonpost findet sich ein sehr nachdenklich-machender Artikel zu unserer/meiner Generation, die nach dieser These unglücklich ist, durch die selbstauferlegten Erwartungen und den eintreffenden Realitäten. Die Generation Y steht für Yuppies. Wobei in den 1980ern Yuppies, die Young urban Peoples, die waren, die den materialistischen Lebensstil prägten (jetzt sehr oberflächlich formuliert). In dem Artikel geht die Analystin aber weiter, in dem sie dieser Gruppe ein zusätzliches Gen Y hinzufügt. GYPSYS! – Gen Y Protagonisten, Special Yuppies, die alle eins gemein haben, sie sind davon überzeugt einzigartig zu sein, mehr zu können (auch gutes) als alle anderen, um in unser aller Leben eine besondere Rolle zu spielen.

Und ganz ehrlich wenn wir uns heute manche Themen ansehen, die uns global beschäftigen, versuchen Medien, Gesellschaft und Politik doch auch immer wieder zu unterstreichen, wie wichtig Deine, meine, Rolle im Leben aller ist. Der globale Fussabdruck – ich kann jederzeit ausrechnen, was ich tolles oder eben nicht tolles beitrage. Social Media in Zeiten der Krise (Syrien, Ägypten, …) – es sind die einzelne Personen, die hier zu Helden stilisiert werden, und das permanent und mit einem Klick entfernt. Social Media im Alltag, die zur Illusion beitragen, dass alles zu erreichen jederzeit möglich ist, heute Wien, morgen Rom, übermorgen das neue Auto, das schöne Baby … Wir können alle die Storys der anderen live mitverfolgen.

Glücklichsein wird im Artikel dadurch definiert, dass es die Differenz ist aus Realität minus den Erwartungen. Und die Generation der 1970er bis Mitte der 1990er lebt mit einer enormen persönlichen Erwartungshaltung. Alles ist möglich, und am besten schnell und gleich und übermorgen. Während unsere Eltern ihre Lebensplanung noch nach sicherer Karriereplanung langfristig planten (im Bewußtsein, dass es „harte“ Arbeit ist). Zeigen Studien, dass es in der Gen Y heute um erfüllenden (hoffentlich selbst-erfüllenden) Karrieren geht, die dadurch passieren, dass jemand (die Frage ist wer?) erkennt, wie genial man ist. Ein Beispiel hierfür ist, wie eine Mutter von ihrem bald 18jährigen Sohn gefragt wird, ob er zur Matura ein Auto bekommen kann. Auf die Frage der Mutter, was und wie er sich das den vorstellt (sie ist alleinerziehend, aber durchaus in einem gutem Job), meinte er, naja so einen BMW wie sie fährt, will er schon. Der BMW ist ein Firmenauto, ihr erstes Auto war ein selbstgekaufter Golf um 300 Euro, und ihm das versuchend kurz klar zu machen, meinte er: „Früher war das halt anders. War ja nur eine Frage, reg dich nicht auf.“

Erwarten wir wirklich zu viel von unserem Leben und glauben an die unzähligen sich „bietenden“ Möglichkeiten? Und sind diese Möglichkeiten auch tatsächlich real oder nur eine Illusion, die uns vom mehr träumen lassen? Wenn dem so ist und wir unglücklich sind, was sollten wir dann wiederum unseren Kindern vermitteln? Und vielleicht ist das der Grund warum heute Jugendliche in Befragungen zu Ihrer Zukunft wieder von traditionellen Bildern und Sicherheit sprechen.

Es ist schwierig sich dem Thema zu stellen, weil es die eigenen Vorstellungen des Lebens hinterfragt. Ich bin selbst oft in einem Dilemma, da ich das Gefühl habe, mein Tag hat zu wenige Stunden, meine Woche zu wenige Tage und so weiter und so fort.

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