# 25: Datenschutz

Ein Unternehmen und auch dessen leitenden Mitarbeiter, wie Geschäftsführer dürfen nicht den Email Verkehr ihrer Mitarbeiter lesen und auch nicht deren Email Konto öffnen lassen.

Ich bin nämlich von einer Klientin auf diesen Umstand angesprochen worden. Sie hat das Gefühl, dass ihr Vorgesetzter mitliest. Es ist nur so ein unbestimmtes Gefühl, aber manchmal sind da Andeutungen in seinen Aussagen zu ihrem Leben, wo sie weiß, dass sie nichts in diese Richtung erzählt hat. Sie hat jetzt die Möglichkeit ihren Vorgesetzten direkt darauf anzusprechen oder über die IT herauszufinden, ob ihr Verdacht bestätigt wird. Denn auch der IT Verantwortliche, wenn er davon weiß, macht sich strafbar mit dieser Handlung.

Ich kenne Fälle, wo Emails der Mitarbeiter mitgelesen wurden und auch Email Konten von Mitarbeitern, die krank bzw. im Mutterschutz waren einfach geöffnet wurden. Alles illegal! Es sagt nichts über einen Mitarbeiter aus, ob er mit einem anderen Mitarbeiter flirtet, oder welche sexuellen Wünsche er/sie hegt oder welche Praktiken ausprobiert werden wollten. Alles illegal! Und wenn schon Mitarbeiter mal schlecht über ihre Vorgesetzten und Kollegen reden, dass gehört dazu und hat nachweislich reinigende Kraft.

Die Arbeit und Leistung muss im Vordergrund stehen und wenn die nicht passt, dann gilt es etwas zu ändern. Weil alles andere ist illegal.

#24: Miteinander spielen

Wir Erwachsenen haben verlernt miteinander zu spielen. Den Kindern erklären wir, dass man Rücksicht nehmen soll, mach nicht die Spielsachen des anderen kaputt, verletze niemanden, … Und wir ignorieren im Job – dem Spiel der Erwachsenen – oftmals diese einfachen Regeln. Solange alles gut läuft, fällt es kaum auf, diese kleinen Spitzen, das Bauchgefühl, dass einen vorwarnt oder auch das übertriebene freundlich sein.

Ich kenne aber auch Geschäfts-Partner, Gesellschafter und leitende Angestellte, die versuchen ihre Freude am Spiel miteinander und untereinander zu fördern und zu teilen. Aber das sind auch oft die Personen, die eine feste Persönlichkeit haben, einen geschätzten Freundeskreis ihr eigen nennen können und Werte und Grundsätze haben. Wie die, die mit Ideen und Kreativität ihren Mann, Partner und Kunden begeistert. Sich selbst engagiert und nicht müde wird, sich selbst zu hinterfragen. Sich Rat zu holen, wie man am besten mit einer Mitarbeiterin wertschätzend umgehen soll.

Und dann gibt es aber auch jene, die den anderen einen Träumer und Säufer nennen, den man nicht mitwirkend in der Firma haben möchte, aber seine Ideen und seine Kontakte zur UNO schon. Oder die, die wiederum versuchen über Dritte auszuspielen, weil das Management unfähig ist, Gelder verschwendet und wenn man wollte und könnte, sie einfach raushaben wollte. Aber das Beste daran ist, dass diese Personen sich Freunde nennen und heute Mittag konspirativ sich zusammensetzen, um am Abend sich wieder überlegen zu müssen, wo der andere die Spielregeln verletzt hat.

#23: ein Hintern und 10 Kirtag

Da sitz ich im Porgy und höre Ernst Molden und Willi Resitarits und beantworte zwischendurch die SMS von P, die fragt, ob ich Schindler wieder unterwegs bin. Naja ich sag’s ja ehrlich, der Willi ist nicht mein Fall, rein musikalisch gesehen, sind die Texte und auch Kompositionen großartig, aber mein direktes Publikum ist mir persönlich zu anstrengend, weil ich kann ehrlich viel Scheiß über nichts sagen, aber das ist so nichtssagend und dumm …

Aber darum geht’s ja auch nicht. Die P fragt, wie ich das mach, ist mir das nicht zu mühsam, anstrengend, zu viel. Wobei so ein Wochenende, wie heute ist noch ausbaufähig. Wir haben nur: heute eine Geburtstagsfeier mit 9 Mädls unter dem Motto „let’s Cook together“gefeiert, Wohnung und Küche in Urzustand versetzen, einkaufen für den morgigen Brunch, jetzt Porgy&Bess, morgen wie schon erwähnt Brunch und unsere Tochter muss zu einer weiteren Party.
Grundsätzlich hätten wir heute noch Kekse-Backen gehen können und im angestammten Ruderverein ist Weihnachtsfeier, also immer noch Room for Opportunities!

Nein das stresst mich nicht die Sekunde, würde sagen, dass bin ich und mein Hintern.

#22: stark

Diese Woche war ich bei einem Infoabend an der Schule meiner Tochter, da sie im Jänner mit einem Projekt beginnen, dass unter dem Titel „Selbstbewusstsein – Selbststärken“ vorgestellt wurde. Tatsächlich bekamen wir aber einen 1 1/2 Frontalvortrag, der sich mit dem Thema Kindesmissbrauch und Gewalt in der Familie befasste. Nicht nur dass er sehr drückend vorgetragen wurde, war es klar, dass keine Fragen seitens der Eltern gewünscht war, sondern eher die unterschwellige Botschaft vermittelt wurde: wir finden etwas heraus, wenn es da was gibt.

Auf meine Frage, woher den der Auftrag den komme, kam die Antwort der Lehrer, dass die Kinder zu offen mit fremden Menschen umgehen, sie erzählen zu viel von sich selbst. Aber wo ist die Grenze? Ich will doch nicht, dass mein Kind Angst vor Fremden hat und Ihre Offenheit vergräbt. Ist es nicht das, was wir immer kritisieren, dass wir Österreicher weniger offen sind, und dann soll das auch noch in der Schule trainiert werden?!

Und natürlich können wir mit der Angstmaschinerie beginnen und vor dem bösen schwazren Mann uns zu fürchten beginnen, nur Tatsache ist, dass Übergriffe auf Kinder mehrheitlich in der Familie und im Bekanntenkreis stattfinden. Es ist ein wichtiges Thema, dass sensibilisiert gehört, aber bitte ohne Stasimethoden.

#21: Studieren

Heute habe ich meine 2te Prüfung abgelegt und im Aufarbeiten und Lernen ist mir bewusst geworden, dass das Studieren auf der Universität Wien nicht nur das Studieren von Inhalten sondern auch ein Studieren vom Leben, den Mitmenschen und dem Zusammespiel von erlernten Wissen und dessen Anwendungen ist.

Vor allem die nikomachische Ethik nach Aristoteles ist ein Werk, dass mich persönlich beschäftigt, jedoch in einer notwendigen und möglichen Anpassung mit der Deontologie – dem was gesollt und erforderlich sein sollte. Glück, Tugenden und Pflichten sind Teil unseres Lebens und hören sich nur in der Ausformulierung kompliziert an. Aber ist es kompliziert? Ich versuche mich diesen Themen zu nähern, indem ich lerne und zuhöre.

# 20: Frustriert und notgeil

In der Arbeit mit Menschen und in der Kommunikationsbranche trifft man auf viele unterschiedlichen Charakteren und Personen mit ihren Antrieben, Motivationen und Wünschen. Und ich bin oft mit Menschen konfrontiert, die wiederum mit Menschen konfrontiert sind, die die berufliche Situation oft untragbar gestalten.

Die Frau im Team, die obwohl verheiratet, den Kollegen anschmachtet, mehr als es verträglich ist in einem Team, das eng zusammenarbeiten muss. Sie steht minutenlang vor ihm und sucht ein Thema nach dem anderen, um weiterhin mit ihm sprechen zu können. Die Arbeitsbekleidung wird immer knapper und tiefer geschnitten, und auch private Kontakte sollen gefördert werden. Jedoch führen diese privaten Kontakte nur zu einem größeren Frustrationsgrad, den was sieht sie den? Sie sieht ihn, den sie nicht haben kann, ihren Mann, den sie nicht will und die Frau, die sie nicht ist. Neid und Frust stehen an der Tagesordnung und können nur zu weiteren tieferen Gräben führen.

Mir tut diese Frau leid, weil sie nichts in ihrem Leben ändert. Es wird ihr Sex nicht besser sondern nur weniger, und auch die beruflichen Erfolge bleiben aus, den überall säht man Missgunst und Neid, warum auch sollte es den anderen besser gehen.

Aber ich habe auch schon Frauen und Männer erlebt, die in solchen Situationen über sich hinausgewachsen sind, ihr Leben, ihre Lieben und sich selbst neu orientiert haben. Im Coaching sprechen wir dann oft über das „Neuerfinden“.

#19: Stylingsünden

Frauen sind hart in ihrer Meinung und oft noch viel härter zu sich selbst. Und dann gibt es aber diese Frauen, die sich selbst anscheinend nicht mehr sehen, wie sie wirklich aussehen. Wie verhärmt und verbittert und noch darüber reden, wie es einmal war, als sie noch Größe 36 trugen. Sollten wir zu diesen Frauen ehrlich sein, und über die Stylingsünden sprechen. Oder besser nicht. Wenn es jemand mir wichtiger ist, dann sage ich das schon mal. Wie zu meiner Freundin, dass ich ihre alte Haarfarbe um ein vielfaches lieber mochte. Sie sah nicht so streng aus. Oder zur anderen, dass das Kleid Hammer aussieht, aber nun mal nur das „Eine“ vermittelt. Aber ansonsten macht es uns doch auch Spaß zu lästern.

Trotzdem sollten wir manchmal dann doch was sagen, wie:

Liebe xxx , jetzt trage ich das schon sehr lange mit mir herum, aber bitte trotz deiner dünnen Beine, die in den schwarzen Strümpfen immer gut wirken – trotz deines Alters – bitte trage nicht immer so unvorteilhaft kurze Kleider und Röcke, du bist keine 20, hast keine unter 70 kg und auch dein Bauch wirkt, als ob du gerade im 5. Monat schwanger bist. Da tragt das Dekolleté nun noch mehr auf und du wirst eher belächelt als bewundert.

#18: Verantwortung

Wir lesen zur Zeit täglich über die moralische Dissonanz im beruflichen Handeln im wirtschaftlich und politischen Bereich. Zumeist sprechen wir von Personen mit klingenden Namen und können die Unverfrorenheit der Akteure nicht nachvollziehen. Dieses immer mehr haben zu wollen und vor allem die Meinung zu vertreten, dass einem das alles ja zusteht, man nichts unrechtes tut, verursacht Unverständnis. Jedoch nicht nur in großen Konzernen und im politischen Tagesgeschehen sind korrupte Handlungen zu finden. Auch in Unternehmen, wo keine Kontrolle vorhanden ist durch Investoren, Banken und vor allem durch die persönliche Wertvorstellung, was richtig und was falsch ist. Geld und Zeit der Firma wird als persönliche erweiterte Kassa betrachtet. Sei es, ob man während der Arbeitszeit zur Kosmetik geht oder die Mitarbeiterin für private Zwecke, wie Kindersitten missbraucht. Aber besonders fragwürdig wird es, wenn dem Partner mal so non-chalant geschrieben wird: „… du da ist im August ein Kongress auf den Seychellen, der dauert 3 Tage … wäre das nicht was für uns und dann hängen wir gleich den Urlaub ran, de Flüge lassen wir über die Firma laufen und Hotel auch, ist ja dann auch schon gleich …“ Nur dass eben die ganze Familie mit Anhang fahren hätte sollen.

Nur das solche Unternehmen, Geschäftsführer und handelnden Manager eben nicht in der Zeitung stehen und es für richtig ansehen so zu handeln, aber es ist eben leichter über all‘ die „Grosskopferten“ zu schimpfen und sich moralisch über sie zu stellen.

#17: Brio Eisenbahn

Die Brio Eisenbahn war schon etwas besonderes, nicht nur, dass sie zu einem Großteil aus vermachten Teilen bestand und um modernisierte Wagons und Brücken erweitert wurde, sie ist auch ein Erinnerungsstück aus der Vergangenheit, aus unserer eigenen Kindheit. Ein Holzspielzeug, dass den Wandel der Zeit überlebt hat, und mit dem unser Kind spielte und wir ihr erzählen konnten, wie man selbst mit dieser Bahn unsere Geschichten erlebten.

Leider haben wir unsere Brio Eisenbahn verborgt und bis heute nicht wieder bekommen, trotz nachfragen von mir. Auch meine Tochter hat schon mehrfach gebeten, dass sie ihre/unsere Brio Bahn wieder haben will, aber das Vertrösten bzw. Ignorieren ist Programm im Umgang mit unangenehmen Themen. Nur eines können solche Eltern mit Ihren Söhnen M und D nicht, ihnen Geschichten erzählen, wie es für sie war, mit dieser Brio Eisenbahn zu spielen.

#16: Lautstark

Ich gebe es zu, ich singe im Auto immer lautstark mit und fühle mich unbeobachtet und benutze meine Finger als Trommelwerkzeug und mein Kopf wackelt mehr oder weniger im Takt mit. Und wenn ich dann richtig gut drauf bin, jedoch das Lied leider aus, dann beginne ich zum Sendersuchen und da ist mir nichts heilig, da stolpert man nun mal über Radio Arabella und hört Boris Bukowski mit Fandango oder auf Radio NÖ Luv mit Greates Lover und bei den Toten Hosen – Tagen wie diesen – gibt es sowieso kein Halten mehr. Also, wenn ihr mich seht, bitte nicht zu sehr peinlich berührt sein, sondern lieber selbst ausprobieren, ist sehr befreiend!