#223: Klimaschutz und so

In letzter Zeit habe ich mich viel mit Klimaschutz, politischer Ökologie und dem Klimawandel beschäftigt. Und eigentlich weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll! Es gibt immer noch Klimaleugner, wer mehr über deren abstruse Ideen lesen will, geht einfach auf skepticalscience.com, weil durchaus haben sich die Gletscher erholt, aber die Gletscher sind nicht alles. Die Kontinente erwärmen sich wesentlich rascher als die Meere. In Österreich liegen wir bei rund + 2 Grad, während das globale Niveau bei 0,8 Grad liegt. Auch Anomalien sind heute wesentlich stärker wahrnehmbarer als sie noch früher waren. Hitzeereignisse werden nicht mehr nur alle 5 Jahre gemessen sondern jährlich.

Das Ziel auf welches sich Klimatologen, Politik, BürgerInnen und Unternehmen einigen sollten wäre eine globale Erderwärmung von + 2 Grad und zwar sollte diese Erwärmung konstant und stabil bleiben. Dann hätten wir 2050 immer noch mit massiven Veränderungen zu kämpfen, da die Küstenlinie in Europa sich verschieben würde und Niederschlagsmengen im Norden wesentlich mehr und im Süden um ein vielfaches weniger werden würde. Ich denke, wir können uns gar nicht vorstellen, was das bedeutet. Wie sich unser Leben verändern wird. 2050 bin ich zwar sehr alt, aber immer noch rein statistisch am Leben, ganz zu schweigen von meinen Zwein.

Univ. Prof. Helga Kromp-Kolb hat in einem Vortrag darauf hingewiesen, dass ihre Generation diesen Klimawandel massiv begleitet und mitverursacht hat. Jedoch ist es unsere Generation, die nichts dagegen unternimmt, als immer wieder um Prozentpunkte zu kämpfen. Und es wird den Jüngeren nahe gelegt einen Wandel einzuleiten, nur genau hier liegt das Paradoxon, wir befinden uns in einem scheinbar ausweglosen Dilemma. Einerseits müssen wir reduzieren (Emissionen) und ausbauen (Geo-engineering, Grün, …), und doch haben wir schon am 28.8 die Ressourcen des Planeten für ein Jahr aufgebraucht (Earth Planet Day). Wir dürften rein theoretisch ca. 1t/co2 pro kopf pro Jahr verbrauchen, der typische Österreicher verbraucht 10t.

Eine Reduktion schein ökonomisch unmöglich – denke man auch an das Interview des VOEST Vorstandes, der vor Abwanderung warnt. Wir beissen uns in den nicht vorhandenen Schwanz. Und unsere Kinder mittendrin.

Wir müssen stärker interdisziplinär zusammenarbeiten, um Lösungen zu erarbeiten. Und ich halte es mit Kromp-Kolb, die meinte, dass sie zwischen puren Optimismus und Horrorszenarien schwankt.

#201: es grünt noch immer

Seit Jänner 2014 bin ich in der Smoothie Welle und ich habe noch nicht aufgehört! Ich glaube, dass ist die einzige Essen“qualitäts“umstellung, die ich in den letzten Jahrzehnten durchgehalten habe. Die Umstellung hat aber nicht nur mich betroffen, sondern auch meine Küche, da ich den Mixer so montieren liess (ich will ja das es funktioniert), dass ich ihn auch mit einem Handgriff jederzeit nutzen kann. Und auch meine Prinzessin ist Teil dieser Umstellung geworden, und sie ist super tapfer, weil sie meine Drinks zumindest immer probiert.

Wobei ich habe nach 8 Monaten sowieso herausgefunden, was ich mag und was ich nicht mag und meine „Heute-bin-ich-kreativ“Probierphase ist auch längst vorbei. So gut wie alle Drinks sind mit einer Ananasbasis, die kombiniert wird mit Orangen, Äpfeln und was wir immer so zu Hause finden. Die grüne Farbe erhalte ich durch Spinat, Vogerlsalat, Petersilie oder Minze … (die wuchert sowieso überall bei uns).

Warum ich aber so konsequent bei meiner grünen Phase geblieben bin? Weil ich merke, wie gut mir diese Drinks immer wieder tun, als Energiespender, meine Haut ist definitiv besser, zur Gewichtsregulierung, für körperlichen Funktionen (ich sage sauberes Verdauungssystem – so stelle ich mir Kanalräumungen vor). Und wenn ich dann in meinen gescheiten Frauenmagazinen wieder ein Bild von Hollywoodstars mit grünen Smoothie in der Hand sehe, lächle ich nur und denke mir „Ha, das mache ich auch.“