#250: Sizilien und ich – Etoile d’Or mein sizilianischer Held

Heute ist mein letzter Abend auf Sizilien und in Catania und bisher waren Catania und ich ja nicht so auf einer gemeinsamen Wellenlänge. Heute Abend im Café Etoile d’Or in der Nähe des Botanischen Gartens und der Villa Bellini haben mein Sohn und ich unseren fast täglichen Cafehausbesuch absolviert. Bei Café, Aperol Spritz und einen Eistee serviert mit Chips haben wir mit mehreren Partien Uno den Abend eingeläutet, da richtige Restaurants erst ab 20 Uhr öffnen.

Obwohl es nicht wirklich kalt draussen war, war es auffällig, dass in das Café immer wieder ältere Personen kamen, die einfach nur im Raum standen oder sich mal kurz hinsetzten. Es fiel mir auf, da keiner etwas konsumierte und die restlichen Tische aber besetzt waren. Und es durchaus passieren konnte, dass sich zu einem Mann, der alleine saß und Café trank noch ein Weiterer dazu setzte. Ich war mehrfach versucht, Café zu bestellen, damit sie eben nicht hinausgeworfen werden, was aber gar nicht passierte.

Als ich dann zur Kasse ging, in den Cafés gibt es jemanden bei der Türe, der kassiert, konnte ich noch nicht zahlen, da der Mitarbeiter (Besitzer?) gerade einem alten – gebrechlichen Mann – eine warme Mahlzeit am Teller hinhielt und im einen Platz zuwies. Der Mann war etwas überfordert und ich in dem Moment auch. Ich kann nicht beschreiben, was ich empfunden habe, wie man hier mit Menschen, die sozial mehr als nur benachteiligt sind, und in Catania wirkt es so, als ob es wirklich viele wären, so wertschätzend umgeht. An der Kassa habe ich dann nicht nur meine Getränke bezahlt, sondern auch ein paar Essen.

Vielleicht ist dieses Café einzigartig, vielleicht hatten die Menschen heute Abend auch einfach nur Glück und der Mitarbeiter (Besitzer) einen guten Tag! Ich weiß es nicht, mich hat es einfach nur zu tiefst berührt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*