#242: Sizilien und ich – das Leben

Autofahren auf Sizilien ist nichts für schwache Nerven, auch wenn nur 2 Spuren angezeigt sind, kann es passieren, dass mindestens 3 Autos inklusive zweispurigen Gefährten dazwischen vor einem fahren oder in Palermo sind diese 3 Fahrzeuge dann eben neben einem. Generell gleicht das Fahren hier einem, „Schau, was die anderen machen“, da ich selten so viele unnütze rote, blinkende oder grüne Ampeln gesehen habe. Natürlich haben die Autos hier alle ein paar Kratzer oder Dellen, was ich aber mehr auf das Einparken zurückführe, da es keinen Parkplatz gibt, der auch nur annähernd zu klein scheint, weil zur Not steht man dann halt nur zur Hälfte drinnen, parallel dazu in zweiter Spur oder eben auf den Millimeter genau drinnen. Unfälle habe ich bisher (auf Holz-klopf) gesehen, und ganze selten teure Autos (ob die der Mafia gehören?).

Das mit der Mafia ist ja sowieso enttäuschend, nirgendwo sieht man abgesperrte Villas, die zumindest subjektiv das Gefühl geben, dass hier jemand wohnen könnte. Mein annähernd nächstes Erlebnis war gestern als ein seniorer älterer – sehr gepflegter – Mann mit teurem langen blauen Kaschmirmantel mir entgegenkam, begleitet von zwei jungen Männern in Lederblouson und zwar einer vorne und der andere hinten und direkt angesprochen hat ihn auch keiner.

Tja im Februar ist es auch etwas kälter, nicht unter Tags, da ist es in der Sonne mit den 15 Grad (einmal sogar 20 Grad) sehr angenehm und wir haben auch schon ein paar Gelatti gegessen. Jedoch in der Nacht in den Wohnungen, die Kälte behalten sollen (im Sommer sensationell), ein entscheidender Nachteil, vor allem, da viele Apartments ihren Strom regulieren oder einfach zu wenige Heizmöglichkeit haben. Und somit hatte ich bisher nur sehr wenige angenehme Nächte, da ist ein Hotel wahrscheinlich wirklich eher zu empfehlen, aber ich mag es halt, wenn ich auf den umliegenden Märkten mir frisches Brot und Obst und Gemüse besorge, eine Qualität, die ich wirklich immer wieder in Wien vermisse. Auch Fleischerein sind überall um die Ecke und die Fischmärkte bringen ab 8 Uhr morgens Fisch von den Fischern. Gut Österreich hat kein Meer, aber ausreichend Bauern, Landwirte und Gärtnerein. Und ich habe das Glück, dass ich die Gärtnerei Ganger in meiner Nähe habe, wo ich mir immer wieder Gemüse hole, oder einen Bauern, der alle zwei Wochen ins Haus kommt. Aber die Vielfalt, das Ambiente eines Marktes kann nicht ersetzt werden.

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