#178: erwachsen werden

Man sagt immer wieder manchen Männern nach, dass sie nicht erwachsen werden wollen. Sich nicht um Familie scheren, noch um die Beziehung und nur ihren eigene Life-Balance im Fokus haben. Das ist natürlich vollkommen polemisch und überspitzt ausgedrückt, weil es gibt auch Frauen, die sich ihrem erwachsenen Ich nicht stellen wollen. Dabei ist das ja nichts Schlimmes, wenn es nicht auf Kosten anderer geht und man selbst auch auf der Strecke bleibt. Weil das Spannende am Kindsein ist ja das Einlassen auf Neues, sich weiterentwickeln zu können, auf einmal mehr zu können – als noch am Vortag, etwas zu schaffen, zu erschaffen oder auch kaputt zu machen. Ich bin gerne Kind, aber ich bin halt auch erwachsen, zwangsläufig und das heißt Verantwortung übernehmen zu müssen, was ich auch gerne tue. Und zwar nicht nur für meine Kinder, meine Familie sondern auch ganz bewusst für mich, meine Träume und Zukunft. Wenn ich immer nur darauf warten würde, dass was passiert, dann werden Dinge passieren, aber ob ich sie so will?

Natürlich heißt Erwachsensein auch mal langweilig sein, vernünftig und kontrolliert. Aber das hindert mich doch nicht daran bei Regen draussen zu tanzen, um richtig nass zu werden (das kann ich nur empfehlen ist so genial). Es kann auch durchaus passieren, dass wenn der erste Schnee (heuer leider nicht) liegen bleibt, ich mich in den Schnee werfe, um einen Schneeengel zu machen.
Unsere Work-Life-Balance ist ein Balanceakt das erwachsene Ich mit dem inneren Kind in Einklang zu bringen. Und natürlich gelingt dies nicht immer, ist ja auch im Job so. Aber man darf davor keine Angst haben. Erwachsen sein, heißt auch sich loslösen von seiner Vergangenheit und manchmal Eltern und Erziehung.

Und wenn mir wieder einmal alles zu viel wird in dieser strengen Erwachsenenwelt, dann gehe ich am liebsten tanzen, aber das habe ich auch als Kind schon immer gerne getan.

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