#159: Girlies Wahnsinn

Von Freitag Nachmittag bis Samstag Mittag sind die Hottentotten bei uns eingefallen, und zwar in Form von 11 10jährigen Mädchen. Und das FREIWILLIG und vollkommen gewollt, für die meisten unverständlich und wenn ich ehrlich bin, welcher Teufel mich da geritten hat, ist mir auch nicht klar, aber da meine 10jährige Tochter ihren 10 Geburtstag (nach)gefeiert hat, sollte es eine Übernachtungsparty werden, und da es meine letzte Party für sie werden sollte, durfte sie auch alle ihre Wunschkandidatinnen einladen. Von 12 eingeladenen Mädchen kamen dann auch wirklich 10!

Die Geburtstagsparties der letzten Jahre waren immer nach einem Motto gestaltet, letztes Jahr haben wir gekocht (selbst gemachte Nudeln, Gnocchi, Sugo, Eiscreme, …), davor veranstalteten wir eine Kiddy Contest Party mit Styling und Choreographie Ecke und davor wiederum eine Design Party mit Modeschau (Kids konnten aus Stoffen, Tüchern und allem möglichen Material Röcke, Kleider, Hemden nähen und tuckern). Heuer bei der Übernachtungsparty kam Schokobrunnen, SingStar, selbst gemachte Pizza und ein Mädchenfilm.

NUR wer WIRKLICH starke NERVEN hat, sollte sich an eine vorpubertierende Mädchenhorde heranwagen. Wer es trotzdem nicht lassen kann, folgende Tipps:

1. Gleich vorweg habe ich mindestens 3 – 5 x in unterschiedlichen Sätzen meine Warnung eingebaut, wer zickt, streitet, und sich daneben benimmt, wird heimgeschickt, egal wann, egal ob schuldig oder unschuldig.

2. Da eine Mutter mich mehr als einmal gebeten (eindringlichst), dass ihre Tochter nicht zu spät schlafen gehen soll (warum sie auch immer zu einer Übernachtungsparty dann darf?!), habe ich den Kids MEHRFACH (ein enorm wichtiges Learning) erklärt, dass sie ab 00:00 Ruhe geben müssen, da es Kinder gibt, die sonst NIE wieder zu einer Übernachtungsparty dürfen und sie wollen doch ihren Freundinnen keine Schwierigkeiten bereiten. Ab 00:00 (und ein paar Zerquetschten) war wirklich Ruhe eingekehrt.

3. Lass sie essen, was sie wollen, aber bestehe darauf, dass auch das Obst und Gemüse, welches aufgeschnitten wurde, verputzt werden muss (war ALLES weg, sogar die gesunden Maisstangerl – sag‘ aber niemanden, dass sie gesund sind).

4. Habe 11 verschiedene Gläser, so gibt es keine Streiterei und jeder weiß, welches Glas er/sie hat. Ich habe sie auch immer wieder nachgefüllt, wer darauf wartet, dass ein Kind sich freiwillig was zum Trinken holt, hat schon verloren.

5. MUSIK WICHTIG!!!! Mädchen wollen tanzen, singen ihren Furbys (das Foltergerät für Erwachsene) Kuscheligeren was vorspielen oder einfach nur nerven. Was aber am interessantesten für mich war, war, dass sie bei Singstar vor allem ABBA oder deutschen Schlager singen konnten, das heißt, die extra gekaufte Spiel-CD mit den modernen Liedern war eher uninteressant.

6. Wenn man etwas gemeinsam bastelt, wir haben Armbänder gemacht, dann ist es hilfreich 11 mal ungefähr das Gleiche zu haben, so vermeidet man Heulerei, Zickerei, Meuterei …

7. Eine Uhrzeit ausmachen, wo die Kinder geholt werden sollen und bitten pünktlich zu sein, weil dann kann man diese ungewohnte STILLE so richtig schön geniessen, und der Tochter erklären, never ever again. Und denken, es war ja eigentlich eh nicht so schlimm … (Verdrängung funktioniert schon).

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