Psychologie mal anders: Betrachtungsweisen

Kann man sich heute in der Betrachtung von Fachgebieten mit nur einer Perspektive auseinandersetzen, um ausständige Fragen, Hypothesen zu erklären und zu beantworten?! Sieht man sich die Basislager der Psychologie an, so würde ich dies verneinen. Der Funktionalismus sieht das Bewusstsein als zentralen Ausgangspunkt. Die behavioristische Perspektive, die die Psychologie, wie wir sie heute vor allem kennen, zementierte, will wissen, wie Umwelteinflüsse das Verhalten kontrolliert. Die Psychodynamik mit ihren inneren Kräften und deren Wirkung auf das Verhalten brachte Österreich und Freud einen „un“zweifelhaften Ruf ein.
Eine konfliktreichere Auseinandersetzung gibt es mit der evolutionären Perspektive nach Darwin, die altbekannte Anlage-Umwelt-Thematik findet sich auch in der biologischen Theorie, die alles Verhalten und deren Funktionsweisen auf Gehe, Gehirn und Nervensysteme reduziert. Als Gegenpol kann hier durchaus die humanistische Sichtweise dargestellt werden, wo es um die Freiheit der Wahl geht und uns Menschen als aktive Geschöpfe sieht.
Durch das aktive Auseinandersetzen mit den unterschiedlichsten Bereichen, müssen wir heute nicht mehr in „gut-schlecht“ oder „schwarz-weiß“ Kategorien unterteilen und auch wenn wir Ansätze ablehnen, sollten wir versuchen über den Tellerrand zu blicken und wahrzunehmen, dass es immer neue Ideen und Möglichkeiten gibt, die bisher noch „unbedacht“ blieben. Vielleicht ein bisschen, wie die kulturvergleichende Perspektive, die vor allem den Fokus auf unsere westliche Sichtweise kritisiert und interkulturelle Unterschiede untersucht.

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