#123: Glatt gebügelt

Ich lese ja Frauenzeitschriften, gerne die mit viel Gossip, Mode und interessanten redaktionellen Beiträgen (derer gibt es eh wenige), und es ist mir auch egal ob englisch, deutsch oder österreichisch. In letzter Zeit fällt mir auf, dass Schönheitsoperationen, Gesichtsverbesserungen, Giftspritzen, Durchwalken, Lasern, Ultraschall und Vereisen standardisierte Prozesse werden, frei verfügbar und gut zugänglich für jederfrau und -mann.

Wenn ich mir die Fotos jedoch von den vielen Society 50igern ansehe, dann sehe ich hauptsächlich abschreckende Beispiele. Glattgebügelte Masken, verzerrte Lächeln und zementierte Frisuren, und bilde ich mir das ein und sehen sich all‘ diese Frauen immer ähnlicher. Sogar Helmut Bergers jetziges Gesicht erinnert mich an diese Damen. Ich finde es schade, da natürliche Schönheit verloren geht. Und ich kenne Frauen, die sich hier und dort ein Spritzerl setzen lassen, aber sehr niedrig dosiert und das Strahlen der Augen und Lippen sind immer noch vorhanden. Nur sie sagen selbst, dass sie manchmal sich wünschen, dann doch ein bisl mehr noch da und dort zu machen, weil man merkt, wie leicht und schnell es gehen kann. Ein bisl wie eine Sucht, der sie noch nicht nachgeben.

Ich habe Angst vor Spritzen und zwar wirklich große, somit wäre das sowieso kein Thema für mich. Ich bleibe bei meinen Beautytagen mit Freundinnen, und hoffe darauf irgendwann mal schlecht zu sehen, weil dann ist es eh wurscht!

Ein Gedanke zu „#123: Glatt gebügelt

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