Reisebericht:Highlights CaFlNy 2013

Ich wurde heute gerügt, weil ich so wenige Reiseberichte online gestellt habe, was einerseits mit den vollgepackten Tagen zu tun hatte und natürlich auch daran lag, dass Kinder und Bald-Jugendliche ihre Aufmerksamkeit benötigen und somit für einen selbst oft viel weniger überbleibt.

Unsere Reise nach Canada (Dunnville-Niagara Fälle), Florida (Key West, Everglade City, Cape Coral, Ft. Mayers, Naples, Miami) und New York war eine wunderbare Mischung aus der Möglichkeit die Natur, historische und kulturelle Besonderheiten zu bestaunen und auch zu entspannen, wobei wir für das Entspannen sicher noch ein paar Tage mehr benötigt hätten, damit wir zwischendurch diese Tage hätten einflechten können.

Canada ist für mich längst mehr als nur ein Reiseland, es ist eine Art nach Hause kommen zur Familie. Durch das Internet sind Distanzen nur mehr geographisch vorhanden, Kommunikation ist jederzeit möglich und kostensparrend. Soziale Medien lassen uns am Leben der Famile teilhaben, egal ob Festivals, Urlaube, Schwangerschaften … Somit ist das Wiedersehen so, als ob man sich gerade erst gesehen hat.

Florida:
Naples – der Pier zum Sonnenuntergang, wir haben sehr viele Delphine, Pelikane und leuchtende Quallen im Meer gesehen. Wer braucht schon Seaworld und so.
Sanibel Island – der Strand ist weiß und es scheint, als ob dieser aus Muscheln bestehen würde, soviele unterschiedliche und in allen Farben schillernde Muscheln. Einfach wunderschön. Und die Reiher, Ibise und weitere Vogelarten, die neben uns am Strand lagen.
Everglades – die Landschaft, einfach beeindruckend.
Fort Myers – das Edison-Ford Estate, ein Anwesen gebaut für die Forschung, Wirtschaft und das Lobbying und das vor 100 Jahren.
Key West – Coconut Cafe und einem Ausblick, der einfach dazu einlädt hinunterzukommen.

Und last but not least New York, wo wir einfach einmal die Stadt geniessen konnten, sich mitreissen zu lassen von der Stadt, die niemals schläft. Es sind die Dinge, auf die man vielleicht nicht achtet, weil man dieses und jenes noch sehen muss, die es aber tatsächlich wert sind gesehen zu werden. Wie sich Zeit nehmen im Central Park und einem bunt gemischten Team beim Baseball Spiel zuzusehen, durch Greenwich Village zu spazieren, um Hollywood zu sehen. Am Straßenrand von einem alten Pärchen einen frisch gepressten Saft zu kaufen, einem Obdachlosen das nicht aufgegessene Essen vom Chinesen zu schenken …

#117: Welcome back into real life

Manchmal ist das Hineinfinden in den Alltag nach dem Urlaub langsam, mein „Ankommen“ war gekennzeichnet von einer Whirlpoolparty unter meinem Schlafzimmerfenster bis in die frühen Morgenstunden. Durch meinen Jetlag habe ich aber eh nur sehr verschwommen und diffus die Geräusche und Stimmung wahrgenommen und somit war der Umstieg vom New Yorker Straßenlärm zur Stille in Wien nicht ganz so schwierig.

Viel belustigender fand ich es dann aus der Ecke meiner Terrasse beobachten zu dürfen, wie sich pubertierende Neigungen, wie „Spechteln“, auch bei einem Alter von 40 + sich nicht verringern. Wie zufällig auffällig und viel zu oft schlich Mann sich um den Gartenzaun um mögliche und vielleicht unmögliche Einblicke zu erhaschen.

Getreu meinem jetzt 3wöchigen nordamerikanischen Tripp fühle ich mich ein bisserl wie bei „Desperate Housewifes“, herrlich wenn das Ankommen einem so leicht gemacht wird.

Reisebericht: New York und Kinder

Im Flieger nach Hause fragte mich ein Amerikaner, ob es gut funktioniert mit einem 3 jährigen so lange Strecken zu fliegen, da seine Tochter gerade einmal ein paar Monate alt ist und er unsicher ist. Die Prinzessin flog zum ersten Mal mit 6 Monaten und das nach Hamburg, um weiter auf die Insel Föhr verschifft zu werden. Heute ist sie fast 10 Jahre und hat mehr Flugmeilen gemacht, als ich in diesem Alter – nämlich 0, da ich das erste Mal erst mit 19 Jahren geflogen bin. Bisher hat sie gesehen Teile Nordamerikas, Deutschland (div. Städte), Barcelona, Cran Canaria, Ägypten, Amsterdam, mehrfach London, mehrfach Rom, … und wahrscheinlich habe ich noch etwas vergessen. Rambo Junior begann ähnlich früh und hat bereits 2 Transantlantik-Flüge und einige innereuropäische Flüge hinter sich gebracht.

Natürlich ist es anstrengend mit Kindern zu fliegen und vor allem sich Städte anzusehen. Aber es ist auch zu Hause mal anstrengend. New York ist eine riesige Stadt und alleine diese Größe ist beeindruckend auch für Kinder. Alleine sich auf der Straße fortzubewegen kann für Kinder eine Tour voller beeindruckender Sehenswürdigkeiten sein, wir dürfen nicht vergessen, dass das was wir als „langweilig“ und „normal“ sehen, für Kinder ganz anders sind. Feuerwehren, Rettungsfahrzeuge und Polizeifahrzeuge, die anders aussehen und sich anhören – wir hatten das Glück, dass gleich die Straße hinunter eine Feuerwache war.

Der Centralpark, eine grüne Oase, wo Baseball gespielt wurde, seitdem musste jeden Abend im Fernsehen geschaut werden, ob die New York Yankees gerade spielen. Die Schildkröten im Centralpark, die lustig ihre Köpfe aus dem Wasser gehalten haben, die Eichkätzchen, die kreuz und quer gelaufen sind, auf der Suche nach Futter. Der Schmetterling, der sich frech auf das Kleid draufsetzt und nicht mehr wegfliegt. Das sind lauter kleine Abenteuer.

Eine der Höhepunkte war natürlich das American Museum for natural history (bekannt aus Nachts im Museum), und alleine der dicke Kuss, den unser Junior der Steinfigur von den Osterinseln gegeben hat, hat mir gezeigt, dass das Glück für Kinder vielleicht manchmal groß aber nicht teuer sein muss.

Reisebericht: New York trägt Flip Flops

Ob die New Yorkerinnen auch von der Schweizer Studie „Flip Flops sind schädlich für die Füße“ gehört haben? Ich bezweifle es, dass was früher die Turnschuhe in Kombination mit dem klassischen Kostüm war, ist heute die Flip Flops in Kombination zu allem. Nur Abends sieht man dann endlich die Carries, Samanthas und Co’s, die wir aus Film und Fernsehen kennen, in kurzen Kleidchen, schwindelhohen Schuhen und hochtoupierten Haaren.

Was aber signifikant auffallend war, ist, dass Frau „Bauch“ trägt, egal ob in Leggins, Jeggings, Treggings oder entsprechenden Kleidern, das Bäuchlein, oder die entsprechende Größe wird nicht verdeckt oder kaschiert, sondern selbstbewusst zur Schau getragen. Diese Selbstverständlichkeit fehlt uns schon etwas.

Reisebericht: Ocean Drive

Leider ist es nicht mehr geworden in Miami als der Ocean Drive, da wir nur einen Nachmittag/Abend vor Ort hatten. Die Stadt ist aber wesentlich interessanter als es der Ocean Drive selbst je ist. Die Mischung aus Architektur, kulturellen Angeboten und dem Strandleben reizen ungemein, und daher will ich auf jeden Fall nochmals länger nach Miami. Der Ocean Drive gibt das Bild, dass ich aus Film und Fernsehen kenne perfekt wieder. Die alten Autos, ich habe selten so viele Chevis und Low Rider auf einem Fleck gesehen, und dazu die Dichte der Luxus-Rennwagen à la Lamborghini und Ferrari runden das Bild ab.

Was die Meile anscheinend notwendig hat, ist die Abzocke der Gäste, was schade ist, denn anstelle wiederzukommen, reicht ein „ich war dort und habe es gesehen“.

Reisebericht: Abenteuer pur

Ich habe einen Alligator gesehen, und dieser mich auch. Während ich aus dem Auto stieg, um im Regen endlich ein paar Fotos vom Wildlife Floridas zu machen. Und während ich so Fotos machte, schwamm aus genüsslich auf mich zu, dachte sich, endlich so ein dummer Tourist und zu fleiß tauchte es auf und ab, damit ich auch ja stehen bleiben sollte. Nachdem ich aber mitbekam, dass ich zur Begierde von 2 weiteren Alligatoren wurde, ging ich dann doch zum Auto und die Einzigen, die wirklich zubeißen konnten, waren die Moskitos.

Mein tatsächliches Highlight bisher war aber die Haiflosse, die ein paar Meter vor mir abtauchte – filmreif, und ich sah auch schon vor meinem inneren Auge, wie sie unter Wasser auf uns zu schwamm. Und es erinnert mich daran, dass ich solche grauslichen B-Movie Filme mit furchtbarer Musik nicht anschauen sollte, weil warum sonst, läuft in meinem Kopf diese Musik im Hintergrund ab?! Ich war auch ganz diszipliniert und wir sind – 2 Frauen, 4 Kinder – sehr ruhig und ohne schreien hinausgegangen. Nur das anschließende Hineingehen, tja das war dann abgehakt.
Dafür haben wir Pelikane, Reiher, Ibisse und Libellenschwärme gesehen. Der Reiher stand in Greifnähe neben uns, da er zum Stalker der Angler wurde (in der Hoffnung auf einen Fang).

Reisebericht: Americans

Wenn wir schon dabei sind, ich frage mich, ob Amerikaner bei der Bewerbung zum Sicherheitspersonal Fotos beisteuern müssen, die belegen, dass sie besonders unfreundlich, um nicht zu sagen fucking unfriendly dreinschauen können. Am Flughafen in Toronto wurde ich ob dieser Unfreundlichkeit und überheblichen Art richtig geflasht. Gerade kommt man noch von hilfsbereiten und offenen Menschen, und zwar angefangen vom Flughafenpersonal über stinknormale Menschen auf der Strasse, schon ist beim Grenzübergang alles anders. Alleine der Esta Fragebogen ist sein Ausfüllen wert, nehmen sie Drogen und wollen solche in den USA vertreiben, haben sie psychische und mentale Probleme … Eigentlich sollte die positive Beantwortung dieser Frage zu einer permanent Resident-Genehmigung führen, wenn man bedenkt, dass der Todesschütze Zimmermann freigesprochen wurde.

Natürlich ist das jetzt sehr pauschal gesprochen und der Besitzer des Coconut Cafés auf Key West war sehr freundlich und hat uns Tipps gegeben und war weit über das allgegenwärtige „How are you today“ interessiert.
Vielleicht lag es aber auch daran, dass er über die Grenze des Staates Florida (er war in österreichischen Alpen unterwegs) gekommen ist.

Was es auch immer ist, die Oberflächlichkeit der Dienstleistungsfreundlichkeit wirkt einfach unecht und somit darf man sich nicht blenden lassen von dem Way of life, der uns hier vorgegaukelt wird.

Reisebericht: Canada

Wir waren diesmal nur kurz zu Besuch, Montag ankommen, 1 Std 30 nach Dunnville weiter und am Freitag morgen wieder weiter. Meine persönlichen Highlights? Wie immer natürlich die Familie. Unser BBQ am Dienstag Abend war sensationell, jeder der eingeladenen Gäste brachte seinen eigenen Stuhl mit, um draussen im Garten zu sitzen. Manche dieser Stühle war mit Flaschenhaltern bzw. Tischchen ausgestattet, alles ist wunderbar ungezwungen. Dad stand am Griller, der selbstverständlich ein überdimensionaler Gasgriller ist (wie man sie aus den American Movies kennt), und grillte Beefburger, die Brötchen und Zutaten zum Belegen standen am Tisch unter dem Baldachin und Getränke holte sich jeder selbst, bis auf … Aperol Sprizz. Dieses Getränk habe ich nach Canada gebracht, und zwar die italienische Mischung mit Weißwein und Sprite. Die Damen waren angetan, da sie sonst nur wässriges Bier und Rhye mit Cola/Sprite trinken. Dafür habe ich einen Pomegranate Wein verkosten dürfen! Wie immer gut gegessen, nur das mit dem Kaffee und Bier haut nicht ganz so hin. Da bleibe ich lieber bei meiner Tim Hortons Raspberry Lemonade und Ginger Lemon Tee.

Ein exzellentes Sashimi hatten wir im Mandarine einer Franchise Kette, die rd. 8 Millionen Fortune Cookies im Jahr verteilt und 1,8 Mio Shrimps verkocht! Das Mandarine gehört zu den ausgezeichneten Mittelklasse Restaurants, wo man neben „VIEL“ auch gut essen kann.
Was ich an meinen Canada Trips immer so schätze sind die freundlichen und offenen Menschen, die nicht nur oberflächlich Interesse zeigen.

#116: Warteschlange

Es gibt Dinge, die sich mir nicht erschließen, wie zum Beispiel beim Boarding, warum alle aufspringen und hinstürmen, während sich eh nichts bewegt. Und was aber stehende Personen dann gerne tun, ist sich aufregen, da geht nichts weiter, Schau die drängen sich vor, wenn die glauben, weil sie vorne sitzen, dass ich sie vorlasse, wir kommen nie rechtzeitig weg … Diese Liste ist unendlich fortführbar, vor allem da ich gerade so ein Exemplar neben mir stehen habe, die es am meisten stört, dass ich hier ruhig sitze und schreibe.

Ich lasse mich nicht stressen und lächle noch freundlich zurück, weil das irritiert noch viel mehr.

#115: Ich packe in meinen Koffer

wenig ein. Das ist ein wirklich erklärtes ziel von mir. Nachdem wir als gesamte Familie nach Canada, Florida und NY fahren will ich es schaffen nur einen Koffer für uns alle zu packen. Lisa schafft es ja auch nach Thailand nur mit einem Rucksack zu fliegen und dort 3 Wochen damit auszukommen. Ich habe schon 3 kleine Päckchen von mir auf die Seite geräumt und versuche mir genau zu überlegen, was ich wie kombinieren kann. Für den Strand benötige ich ja grad einmal 2 T-Shirts und so nehme ich hauptsächlich Jersey-Teile mit, die man klein zusammenlegen kann und keinen Platz benötigen.

Es geht mir darum keinen unnötigen Ballast mitzunehmen. Ich fahre auf Urlaub und zur Erholung und somit wozu der Stress Koffer zu schleppen, zu packen, mehr und mehr mitzunehmen, weil wer weiß, was wie wo sein könnte. Ich gebe zu, dass die Erfindung von den Waschmaschinen-Tabs es mir aber auch erleichtern, weil Wäschewaschen einfach leichter möglich wird. Und zur Not gibt es Geschäfte, wo man sich dann bewusst was gönnen kann und keine Angst haben muss, wie bekomme ich das noch in meinen Koffer unter.

Aber noch ist der Koffer nicht gepackt und schauen wir mal, was ich tatsächlich schaffe.