#109: Lernen verlernt

Wenn man „alt“ wird und aus gewissen Abläufen draussen ist, dann fällt es schwer wieder in altbekannte Muster hineinzukommen, ausser denen, die man nicht haben will. So geht es mir mit dem Lernen, ich schreibe die kommende Woche noch 3 Prüfungen und halte ein Referat und anstelle, dass ich lerne, was ich natürlich mache – zur Zeit über Hume, Kant und die kopernikanische Revolution – sitze ich und mir fallen tausend Dinge ein, die ich schnell noch zwischendurch, davor und danach mache, machen kann und werde … Emails schreiben, Artikel schreiben, … Habe ich das klassische Lernen verlernt?

Ich gebe zu, ich habe es eigentlich nie gut gekonnt mich hinzusetzen und ausschliesslich zu lernen, früher war aber der Druck wesentlich größer. Jetzt denke ich – somit stehe ich hinter dem Druck – , dass geht schon irgendwie. Ich erinnere mich an meine Maturavorbereitung im Frühsommer auf der alten Donau, neben meinen Lernunterlagen hatte ich auch immer ein Büchlein mit, um Geschichten zu schreiben und Skizzen zu malen (wobei meine Skizzen waren grottenschlecht). Aber vielleicht brauche ich die Ablenkung!

Ich gebe auf keinen Fall Bescheid, ob und wie gut ich abgeschnitten habe, oder vielleicht ja doch, mal schauen, wie peinlich es wird!

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