#12: Die Natur

Ich höre sehr gerne die Beiträge auf Ö1 und vorgestern brachten Sie einen Bericht über Naturbestattungen. Heute ist es möglich nicht nur auf einem Friedhof klassisch bestattet zu werden, sondern auch am Fuße des Unterbergs oder auf einer Alm. Hintergrund ist für viele, dass sie ihren Nachkommen die Pflege und Kosten des Grabes ersparen wollen. Irgendwie scheint dieses Thema zur Art des Sterbens eines zu sein, dass mir des Öfteren in letzter Zeit über den Weg läuft. Zwei Bekannte von mir, eine enger der andere weniger, machen eine Palliativ Ausbildung, Karl sogar in Zusammenhang mit Kindern. Regina ist begeistert, weil sie jetzt genau weiß, was sie vor dem Sterben will, etwas was in ihrer Ausbildung Pflicht ist, sich mit dem eigenen Ende zu beschäftigen. Und nachdem ich sogar ein Profil zu Hause liegen habe, wo schon das Cover nach Sterbehilfe schreit, frage ich mich, ob und wie man/ich mich beschäftigen soll und will.
Natürlich wäre es sinnvoll, am besten schon jetzt jährlich einen Brief an meine Kinder zu schreiben, damit sie wissen, welch guten Ratschläge, wieviel Liebe und Sinnlosigkeiten (wobei das könnte das wichtigste sein) ich Ihnen mitgeben will. Das selbige gilt für Feinde und Nichtwohlgesinnte, denen man all das sagen könnte, was man nicht im Leben mitteilen wollte, wie verkommen sie sind, und was man ihnen nicht alles so an den Hals wünscht. Einen Nachlass für Familie und Freunde mit lauter Kleinigkeiten, um Ihnen zu zeigen, wie wichtig jeder einzelne ist.

Trotzdem weiß ich, dass ich es nicht tun werde, um nicht hinsehen zu müssen auf das Wie, Wann und Warum. Was ich aber weiß, ist, dass ich bei meinem Begräbnis eine Party will mit Musikstücken, die mir immer wichtig waren, die die Situation auch vielleicht etwas karikieren – it’s all over now Baby Blue (Falco), Dancing Queen (ABBA), she’s a Rainbow (Stones) – und bitte niemand soll in schwarz kommen, nur weil man das so macht. Und eines noch, ich hätte gerne einen Briefkasten, damit jede/r sich mitteilen kann. Und ja ich weiß auch selbst, dass das etwas exaltiert ist, aber wenn schon komisch im Leben, dann auch bitte zum Ende. Ende

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